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BGB-Hausarbeit 10.03.2006 18:53
Hallo Studien-Kollegen

Ich weiß, dass Hausarbeiten eigenhändig zu erstellen sind (der Support hat ja eindringlich darauf hingewiesen), jedoch kann es doch nicht verboten sein, sich über einzele Problemstellen auszustauschen, also zu diskutieren.

Genau das habe ich vor, jedoch nicht hier im Forum, sondern im reellen Leben, zum Beispiel in der Bib - also ihr Hausarbeiten-Schreiber, die ihr häufiger in der Uni-Bib sitzt, um dort zu schreiben, meldet Euch doch bitte unter EDIT BY support: entfernt, wenn Ihr Euch mit mir austauschen möchtet

Ich habe 2 Stellen, an denen ich nicht weiß, in welche Richtung ich gehen soll und bevor ich seitenweise Mist schreibe, würde ich gerne mit jmd. das Für und Wieder der einzelnen Wege erörtern. Mit Sicherheit gibt es noch Argumente für oder gegen einen der beiden Wege, die mir noch nicht eingefallen sind und die ich auch in der einschlägigen Literatur noch nicht gefunden habe.

zuletzt editiert: 10.03.2006 18:56:07 von Sebalott
Re: BGB-Hausarbeit 10.03.2006 19:31 (80.140.38.x)
Auch wenn ich jetzt den Zorn meines Vorredners auf mich ziehe: Genau das ist bei einer Hausarbeit gerade verboten! Man darf sich weder über die Probleme des Falls noch sonst inhaltlich austauschen und so etwas verwerten, was man nicht selbst erarbeitet hat.

Ohne meckern zu wollen: Ist es denn wirklich zu viel verlangt, seine Hausarbeit selbständig zu Stande zu bringen? Streng genommen ist das, was mein Vorredner veranstaltet, ein Täuschungsversuch und wenn der Lehrstuhl von Prof. Dr. Feuerborn dem nachginge, könnte dessen Hausarbeit bei Abgabe direkt kassiert werden.

Ich gebe daher meinem Vorredner nur den guten Rat: Mach es selber.
Re: BGB-Hausarbeit 10.03.2006 19:40 (134.99.90.x)
Oh je!! Selbstverständlich darf man von einem Kommilitonen die Hausarbeit nicht abschreiben. Aber ist es denn tatsächlich verboten oder sogar ein Täuschungsversuch (!!!), sich mit den Mitstudenten auszutauschen bzw. über die Fallösung zu diskutieren? Die Angst vor einem Ideenklau scheint ja tatsächlich riesig zu sein; ob sie in jedem Fall begründet ist, bleibt dahin gestellt.
Weiterhin noch viel Spaß beim einsamen Lösen der Hausarbeit...
Re: BGB-Hausarbeit 10.03.2006 20:03 (80.137.229.x)
Hoffentlich spricht mich niemals jemand im Fahrstuhl an, was ich denn so alles bejaht hab. Wenn das der Lehrstuhl von Prof. Feuerborn herausbekommt, werd ich noch beim Aussteigen auf der Stelle verhaftet... *rolleyes*
Re: BGB-Hausarbeit 10.03.2006 20:51 (89.50.178.x)
Macht euch doch mal Gedanken um das Ziel eurer Ausbildung: die Befähigung zum Richteramt. Und wie will man diese mit Stolz sein Eigen Nennen können, wenn man nicht dazu in der Lage ist, Literatur anstelle von Kommilitonen zu Rate zu ziehen?!? Und dann mit Hilfe dieser auch noch eine eigenen, vertretbaren Lösungsweg zu entwickeln, das ist zuviel verlangt?
Nehmt euch alle mal ein Beispiel am Lidio...
Re: BGB-Hausarbeit 10.03.2006 21:10

Oh je!! Selbstverständlich darf man von einem Kommilitonen die Hausarbeit nicht abschreiben. Aber ist es denn tatsächlich verboten oder sogar ein Täuschungsversuch (!!!), sich mit den Mitstudenten auszutauschen bzw. über die Fallösung zu diskutieren?



Dem ist tatsaechlich so.
Der Student soll aufzeigen, dass er EIGENSTAENDIG arbeiten kann. Jeder Austausch mit Kommilitonen wuerde dem zuwiderlaufen.

In Eurem eigenen Interesse solltet Ihr auf Hausarbeitsdiskussionen in Foren oder im "realen Leben" verzichten.
Ansonsten koenntet Ihr auch gleich den Spickzettel in der Klausur auspacken.
Re: BGB-Hausarbeit 10.03.2006 23:51 (195.93.60.x)
Willkommen im wahren Leben...

Ach ja, selbstverständlich redet der Richter mit seinen Kollegen nie über den Fall, den er gerade auf dem Schreibtisch hat; denn er löst ihn ja alleine. Da fragt man sich schon,wie das in einem Senat funktioniert, in der 5 Richter sitzen. Jeder löst den Fall für sich alleine, vielleicht haben ja am Ende alle das gleiche Ergebnis...

Der Anwalt in einer Sozietät fragt nie seine Kollegen, er löst den Fall ja alleine. Der Mitarbeiter in einer Firma fragt nie nach Rat; er löst das Problem immer alleine... Und wieso in aller Welt redet dann jeder von Teamfähigkeit, von der Fähigkeit zu kommunizieren? Braucht man doch alles nicht, man macht alles alleine...

Ich glaube, hier wird Eigenständigkeit mit Eigenbrödlertum verwechselt. Man muss sich natürlich seine eigenen Gedanken machen, aber um Himmels willen: man darf mit seinen Kommilitionen doch über den Fall reden und diskutieren. Man wird hier immer wieder aufs neue überrascht.
Re: Re: BGB-Hausarbeit 11.03.2006 08:17 (80.133.94.x)

Willkommen im wahren Leben...
(...)Ich glaube, hier wird Eigenständigkeit mit Eigenbrödlertum verwechselt. (...)


Sehr guter Beitrag! Kann ich nur so unterstützen ! Wo er recht hat hat er recht !
Re: BGB-Hausarbeit 11.03.2006 11:17
Schön, dass hier, wie auch sonst in der Juristerei, alles vertreten wird. Ich selbst bin auch der Meinung meiner beiden Vor-Schreiber, denn: ich könnte ja gar nicht mit anderen über einen Fall diskutieren, wenn ich mir nicht vorher schon Gedanken gemacht hätte. Das wäre dann wirklich kein Gedankenaustausch sondern tatsächlich nur Gedankenempfang, der dann im Schlimmsten Fall zum Abschreiben wird. Gerade das ist hier jedoch nicht geplant.
Ihr Diskutier-Gegner könnt mir doch nicht erzählen, dass Ihr, wenn Ihr an einer HA geschrieben habt, nicht mal nen Stud-Kollegen gefragt habt, ob er das auch so hat. Das geht m.E. völlig an der Realität vorbei.
Ich würde hier ja auch gar nicht so die Welle machen, wenn ich jmd. kennen würde, der die HA schreibt, da ich aber noch nicht so lange in D"Dorf bin, kenne ich noch nicht so viele und keinen der die HA schreibt.

Aber lasst mal gut sein - Dank Euch alle für die rege und so kurzfristige Beteiligung - ich schließe mich jetzt wieder in mein Kämmerlein und lasse den Kopf noch etwas rauchen. Viel Erfolg Euch allen beim Schreiben

zuletzt editiert: 11.03.2006 11:20:18 von Sebalott
Re: BGB-Hausarbeit 11.03.2006 11:54
Mit Verwunderung geschlossen. Der Ersteller weiß doch, dass er die Hausarbeit alleine erstellen muss.